2020 ist das Jahr des Fernsehens



Zu Beginn der COVID-19-Maßnahmen erreichte die TV-Nutzung mit durchschnittlich 269 Minuten pro Tag einen neuen Höchstwert. Binnen weniger Tage stieg die Nutzungsdauer um mehr als ein Drittel an. Ein halbes Jahr nachdem die Pandemie auch Österreich in voller Härte getroffen hat, hat sich wenig geändert: Die Menschen haben das Medium neu für sich entdeckt. Das zeigt sich nicht nur in der gestiegenen Nutzungsdauer, sondern auch in der Tagesreichweite. TV-Kampagnen erzielen deutlich höhere Netto-Reichweiten. Zu den absoluten Gewinnern der neuen TV-Leidenschaft zählen Vorabend, Primetime und Spätabend, wo sich das Land vor dem viel zitierten „Lagerfeuer TV“ versammelt.

Im Betrachtungszeitraum Mai bis August 2020, also nach Lockerung der COVID-19-Maßnahmen und in der warmen Jahreszeit, ist die Tagesreichweite in der attraktiven Altersgruppe der 12- bis 49-Jährigen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent gestiegen. Die Tagesnutzung hat um vier Prozent zugenommen.

TV hat die Nase vorn: Über drei Stunden pro Tag werden mit dem Lieblingsmedium verbracht

Ein besonders interessantes Bild zeigt der kürzlich erschienene Media Server 2.0, dessen Daten lange vor dem Ausbruch der Pandemie erhoben wurden. Er attestiert TV eine enorm hohe Nutzung von durchschnittlich 191 Minuten pro Tag in der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Damit wird auch mit dem Gerücht aufgeräumt, dass die Menschen in sozialen Medien „always on“ wären: Dort verbringen sie gerade mal durchschnittlich 106 Minuten pro Tag. Es wird also 1:25 Stunden pro Tag mehr ferngesehen, als mit sozialen Medien verbracht. Besonders deutlich fällt der Vorsprung von TV auf Printmedien aus: Die 14- bis 49-Jährigen verbringen durchschnittlich 27 Minuten am Tag mit dem Konsum von Tageszeitungen und 14 Minuten blättern sie in Magazinen.

Durch den Single-Source-Ansatz macht der Media Server 2.0 die Mediengattungen transparent vergleichbar und bietet eine einfache Orientierungshilfe bei der Suche nach hoher Werbewirkung. Die aktuellen Erkenntnisse der kürzlich erschienenen Vergleichsstudie reihen sich damit in eine Reihe aktueller Untersuchungen ein, welche die Werbewirksamkeit des TVs unmissverständlich untermauern. So etwa auch die Studie „Not All Reach Is Equal – DACH Edition“ der australischen Top-Forscherin Karen Nelson-Field, die ebenfalls zeigt, dass Werbe- und Absatzwirkung im TV und den Mediatheken der Sender die besten Werte erzielen.