Facebook-Boykott: TV bietet Brand Safety



Transparente Zahlen und ehrliche Fakten sind in der TV-Werbung selbstverständlich. Der aktuelle Facebook-Skandal und resultierende Werbeboykott zeigen die Bedeutung von Brand Safety. Die gibt es im TV mit seinen kuratierten Inhalten wie sonst nirgends.

Die Debatte um Rassismus und Diskriminierung in den Vereinigten Staaten zeigt eine der großen Schwächen der US-Digitalgiganten und ihrer sozialen Netzwerke auf: Für steigende Reichweiten und Werbegelder werden moralische und ethische Grenzen am laufenden Band überschritten. Plattformen wie Facebook berufen sich auf ihre Rolle als technische Plattform und übernehmen keine Verantwortung für die Inhalte. Bisher alles ein Kniefall vor dem Shareholder Value, der jetzt gehörig nach hinten losgeht. Quasi über Nacht ist der Aktienkurs um sagenhafte 50 Milliarden Euro eingebrochen.

Wie die österreichische Tageszeitung Der Standard auf ihrem Online-Portal berichtet, setzen bereits über 90 große Marken ihre Werbung auf Facebook aus. Darunter bedeutende Werber wie The North Face, Hershey, The Coca-Cola Company, Patagonia, Honda oder Unilever. Sie alle schließen sich der Initiative #StopHateForProfit an – und täglich werden es mehr. Wie das deutsche Fachmedium HORIZONT berichtet, greift der Facebook-Boykott jetzt auch im deutschen Sprachraum um sich. Globale Player wie Adidas, Puma und Henkel setzen ebenfalls ein Zeichen gegen das von Rassismus und Diskriminierung geprägte Werbeumfeld.

Das Umfeld entscheidet über das Vertrauen in die Medienmarke

Kein Wunder! Keine Marke kann und darf es sich erlauben, ihre Konsumenten in einem Umfeld zu adressieren, in dem Hassnachrichten, Fake News, Rassismus und Diskriminierung für skrupellose Reichweitenmaximierung gebilligt werden. Unilever setzt seine Social-Media-Werbung bereits bis Jahresende aus und plant die Budgets in anderen Mediengattungen neu.

Was sich gerade am Beispiel Facebook zeigt, ist wohl das Schlimmste, was einem Medium passieren kann: Der Vertrauensverlust der User und dann der Werbekunden.

Marken sind in Anbetracht der aktuellen Entwicklung gut beraten, ihre Mediapläne auf den Prüfstand zu stellen und verstärkt auf TV zu setzen. Das kuratierte Medium mit seinen journalistischen und geprüften Inhalten genießt das volle Vertrauen der Seher und konnte seine Rolle als führendes Informations- und Unterhaltungsmedium in den letzten Monaten deutlich verstärken. Transparente und auditierte Zahlen sowie ein vertrauenswürdiges Umfeld, in dem Brand Safety eine Selbstverständlichkeit ist, machen die Entscheidung auch für die werbetreibende Wirtschaft einfach: Werbung wirkt nur in einem Umfeld, dem die Konsumenten vertrauen.