TV-Werbung erreicht in den USA ein größeres Publikum



Steigender Werbedruck im TV wirkt sich direkt auf das Geschäft aus, wie zahlreiche Beispiele in den Vereinigten Staaten zeigen.

So schön wie in Zeiten der COVID-19-Maßnahmen waren die Häuser und Gärten des Landes wohl selten. Während des Shutdowns hat Kärcher seinen Absatz gekonnt gesteigert und rasch auf die neue Nachfrage reagiert. Die TV-Spots wurden in den ersten drei Wochen des Shutdowns (16. März bis 4. April 2020) 350 Millionen Mal gesehen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag dieser Wert bei 200 Millionen.

Obwohl noch keine absoluten Verkaufszahlen vorliegen, lässt sich der positive Effekt von TV-Werbung bereits messen. Durch die TV-Werbung haben sich die Google-Suchanfragen vervierfacht.

„Thinkbox“ kommt zum klaren Ergebnis, dass TV-Werbung die Nachfrage ankurbelt, das Bewusstsein für Marken schärft, für hohe Aufmerksamkeit sorgt und positiv auf das Markenimage einzahlt, das für die Kaufentscheidung wesentlich ist.

Werbetreibende profitieren von der starken TV-Nutzung und dem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. „Thinkbox“ geht davon aus, dass die günstige Preissituation noch einige Wochen oder Monate andauern wird und empfiehlt der Wirtschaft, jetzt von den Vorteilen des Mediums zu profitieren.

Online-Händler können derzeit von neuen Verhaltensmustern profitieren, die sich langfristig etablieren können. TV-Spots des Giganten eBay wurden in den ersten drei Wochen des Shutdowns etwa 600 Millionen Mal gesehen. Ähnlich beeindruckend sind die Zahlen der US-Unternehmen Dixons Store Group (486 Millionen) und Very (334 Millionen).

Immer mehr Firmen setzen in den Vereinigten Staaten derzeit auf die Kraft des TVs und können ihre Marktanteile deutlich steigern. So auch Unilever, dessen Spots über eine Milliarde Mal gesehen wurden; doppelt so oft wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Trotz der Einsparung von Marketingbudgets beispielsweise in der Außenwerbung, profitiert Unilever von der enormen TV-Nutzung. Auch viele andere FMCG-Firmen können sich derzeit über die Performance ihrer TV-Kampagnen freuen: Die Spots von Reckitt-Benckiser wurden 1,1 Milliarden Mal gesehen, jene von Arla Foods 500 Millionen Mal und Mondelez kommt auf 480 Millionen gesehene Spots.

Im Gegenzug zeigt sich, dass direkte Mitbewerber im FMCG-Segment, die Budgets einsparen, Marktanteile verlieren.

Link zum gesamten WARC-Artikel