Skepsis gegenüber Datennutzung steigt



Eine neue, umfangreiche Studie von GroupM zeigt: Doppelt so viele Verbraucher sagen, dass TV-Werbung ein positiveres Image von Marken erzeugt, als andere digitale Formate.

Die Studie „Consumer Trust in Digital Marketing“ befragte 14.000 Verbraucher in 23 Ländern. Sie untersucht den Effekt der Verwendung personenbezogener Daten im Digitalmarketing auf Marken.

Verbraucher reagieren zunehmend sensibel auf Marken, die neben unangemessenen Inhalten erscheinen. 64 Prozent der Befragten geben an, dass die Umfeldqualität einen direkten Einfluss auf die Markenwahrnehmung hat.

Weitere 60 Prozent der Verbraucher geben an, dass sie Produkte weniger nutzen, wenn ihre Daten zu irgendeinem Zweck verwendet werden; fast ebenso viele, nämlich 56 Prozent, wünschen sich eine größere Kontrolle über ihre persönlichen Daten.

Vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über Fragen des Datenschutzes reagieren Verbraucher weltweit positiver auf TV-Werbung. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) empfindet Digitalwerbung als zu aufdringlich. Vermarkter müssen sich laut der Studie auf die richtigen digitalen Plattformen konzentrieren, um Kunden zu erreichen. Zudem ist Transparenz im Umgang mit Daten unumstößlich.

„Angesichts der allgegenwärtigen Berichte über Fehler bei der Datensicherheit und beim Datenschutz sind die Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend skeptisch im Umgang mit ihren Daten“, sagt Christian Juhl, Global CEO von GroupM. „Als Vermarkter liegt es in unserer Verantwortung, sicherzustellen, dass wir Verbraucherinformationen verantwortungsvoll und transparent nutzen.“

Besondere Sorgen bereiten den Online-Skeptikern gefälschte Nachrichten in sozialen Medien, Cybermobbing und Online-Datenkraken.

75 Prozent der Befragten sehen die Digital-Plattformen in der Verantwortung, um unangemessene Inhalte zu verhindern oder umgehend zu entfernen. Diese Erkenntnis untermauert die Bedeutung der Umfeldqualität.

Laut Studie sind die Verbraucher nicht nur gegenüber der Verwendung ihrer Daten skeptisch, sondern setzen auch selbst laufend neue Maßnahmen wie strengere Datenschutzeinstellungen oder das aktive Löschen des Cookie-Verlaufs.

„Wenn Unternehmen die Daten der Verbraucher weiterhin nutzen wollen, müssen die Vermarkter möglicherweise Anreize bieten und die Vorteile überzeugender kommunizieren“, so die Autoren. „Transparenz in Bezug auf die Nutzung von Verbraucherdaten, kann ein neues Vertrauensverhältnis im digitalen Marketingprozess fördern.“

Link zur gesamten Studie